Vernissage

Vernissage und Veranstaltung zur Eröffnung der Ausstellung „Weil jeder Atemzug ein Wunder ist“

Am 07.05.2024 wurde die mittlerweile dritte Ausstellung zur Thematik Organspende und Transplantation am Universitätsklinikum in Gießen eröffnet mit einer Vernissage eröffnet. Nachdem die erste Ausstellung im Jahr 2022 den Bildern und  Geschichten von Transplantierten gewidmet war,  und Fotoporträts von transplantierten Patienten zeigte,  war die Ausstellung im Jahr 2023 den Bildern und Geschichten von Angehörigen von Organspendern gewidmet. Beide Ausstellungen erhielten große mediale Aufmerksamkeit bis hin zu Berichten im Hessischen Fernsehen und RTL.

Bei der aktuellen Ausstellung im Jahr 2024 handelt es sich um eine Art Doppelausstellung- zum einen mit Texten von transplantierten Patienten und  zum anderen mit Bildern von gestrickten Organen der Wiener Künstlerin Katharina Sabernig. Seit dem Jahr 2015 strickt die Künstlerin die auch Ärztin ist anatomisch korrekt nachgebildete Organe. Für die Ausstellung wurden größtenteils Bilder ihrer früheren Werke verwendet, speziell für die Ausstellung in Gießen hat Sie aber auch zwei neue Werke geschaffen, die sich der Thematik Lebendspende bei Nieren widmen. ( Hier evtl. Bilder) Dass hierbei die eigenen nicht mehr funktionstüchtigen Nieren im Körper verbleiben und die transplantierte Spenderniere im Beckenbereich eingesetzt wird, wissen die wenigsten und wird hier in der Ausstellung anschaulich gemacht.

Neben den kräftigen Bildern der gestrickten Organe werden im Rahmen der Ausstellung Dankesbriefe von transplantierten Patienten ausgestellt, deren Schilderungen stark berühren und nochmal verdeutlichen welche persönlichen Schicksale dahinter stehen. Beispielsweise der Brief eines 30jährigen der bereits als Kind ein Herz erhielt, oder der Brief einer lungentransplantierten Pat. die innerhalb kurzer Zeit aus völliger Gesundheit so schwer erkrankte, dass sie auf die Warteliste für eine Lungentransplantation aufgenommen werden musste und auch das Glück hatte ein lebensrettendes Organ zu erhalten. Das dies keine Selbstverständlichkeit ist, machte auch die Transplantationsbeauftragte des Klinikums in ihren Begrüßungsworten deutlich. Über 8000 Patienten warten auf eine lebensrettende Transplantation und ein Anliegen der Ausstellung ist ganz sicherlich auf diese Problematik aufmerksam zu machen, Besucher, Patienten und Mitarbeiter des Klinikums mit den Dankbriefen und Bildern zu berühren und somit einen Anreiz zur persönlichen Auseinandersetzung mit der Thematik Organspende zu geben.